1. Auf den Spuren der Bernsteinkäufer:
a) Die Eskapade aus Prag (Tschechen) an die Ostseeküste, die längste
Strecke, von den 30. Juli bis den 13. September 2006, mit einer Pause
von den 11. – 15. August.
b) Die Strecken, die ich erst im nächsten Jahr ergänzte und
durchmarschierte
2. Jantarová stezka:
Eine Wanderung die Moldau entlang, September 2008
3. Via Norica:
Eine Wanderung aus Linz an der Donau nach Aquileia an der Adriaküste,
von 16. August bis zum 5. September 2010
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Auf den Spuren der Bernsteinkäufer, also die Bernsteinstraße zu Fuß
Meine
Forschungsreise nach „Gold des Nordens” habe ich am 30 Juli begonnen, im
Hochsommer, auf der Strasse Podìbradská im östlichen Viertel der Hauptstat von
Tschechien Vysoèany. Vielleicht genau so, wie die Bernsteinleute habe ich die
Hitze in Tschechen, den strömenden Regen in Polen und Nachtwandern erfahren.
Ich musste auch verrenktes Bein kurieren und erst nach ein paar Tagen konnte
ich die Wanderung nach Breslau und weiter fortsetzten. Der Aufenthalt im
Kaliningrader Gebiet, war dank einer der polnischen Firmen möglich. Während
der Wanderung im Westen des Samlands habe
ich den Bernsteinfischern mit ihren Funden getroffen. Wenn ich in Händen
gerade herausgezogene, rohe Bersteinschollen gehalten habe, war ich so
beeindruckt, dass ich kein Foto gemacht habe.
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Die Eskapade
Die erste
Etappe sollte ich in Mochov, einer tschechischen Ortschaft, nach 20
Kilometer Wanderung enden. Schon am ersten Tag gab es aber Hindernisse. Die
Kosten der Übernachtung waren höher als ich dass in meinem Budget vorgesehen
habe. In einzigem Hotel, wo es noch freie Plätze gab, sollte ich 900 Kronen
bezahlen (ungefähr 125 Zloty). Ich marschierte also weiter, die Straße in
Richtung Podìbrady entlang. Die heiße Luft wellte über die Asphalt, die Hüfte
und der Arm taten mir weh, der Rucksack „wärmte” zusätzlich. Endlich, nach
34,5 Kilometer der Route, im Ort Sadská, haben mir gute Leute den Weg nach
Hotel Modrá Hvĕzda gezeigt, wo ich für 315 Kronen übernachten konnte.




Die Strecke aus Toruñ nach Che³mno war nicht angenehm. Ich musste eine Schnellstraße entlang marschieren. Genauso in Polen, als auch in Tschechien gab es solche Strecken der ehemaligen Bernsteinstraße, die heute mit Strassen mit hoher Verkehrsdichte zusammenfallen. Dort habe ich keine Wahl gehabt, als nur am Rande dieser Strassen zu marschieren.
Vielleicht wird es seltsam klingen, ich wollte aber schreiben, dass man
überhaupt nicht vieles Geld ausgeben muss um Extremsport zu treiben. Man kann
zum Beispiel versuchen die Steinstrand, die Welle überschwemmen entlang
„spazieren gehen”, oder um die Strasse zu erreichen, durch Lebensraum der Vögel,
Sumpf und „Küstenurwald”, das heißt Himbeerstrauch, Brennnessel und anderes
Gestrüpp, drängen, was ich auf der, am weitesten nördlich gelegener Landzunge
des Samlands, erfahren habe. Man kann auch bei heftigem Regnen und Wind, die
Landesstraße A1 oder die Strasse aus Elbl±g nach Pas³êk, die den See Dru¿no
umkreist, entlang marschieren. Diese Strecke und noch andere, die ich damals
nicht „durchmarschiert” habe, habe ich
im
nächsten Sommer vervollständigt. Die Strasse
aus Elbl±g, war wie eine Wiederholung der Route aus
Toruñ, weil es wieder so heftig geregnet und
geweht hat, dass der Regenmantel kein ausrechender Schutz war. Ich habe doch
noch einen Rücksack gehabt. Es war kalt, und obwohl ich Kleidung gewechselt
habe, Socken sogar zweimal, reichte es nicht. Auf dieser Strecke habe ich
nämlich meine Füße wund gerieben. Übrigens, jemand der einen Regenmantel mit
einem „Buckel” für Rücksack herstellen würde, würde bestimmt ein Vermögen
erwerben.




Ein Herdchen der
bunten Hähnchen, zwischen dem Turm „Jacek“ und dem Theatergebäude „Küste“,
in der Stadtmitte.
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JANTAROVÁ STEZKA

Václavské námìstí und das Gebäude des Nationalmuseums in Prag. Indem ich mich bei einem Archäologen Pavel Sankot über meine Wanderung beriet, wurden die Orte der ehemaligen keltischen Städte bestätigt.
In der Ferne Zbraslav, und die Bäume im Vordergrund scheinen den Olivenbäumen ähnlich zu sein.
Die am Fluss Moldau gelegenen Ortschaften, auf einer sehr praktischen Landkarte, in Mìchenice.
Hrazany, 27 Kilometer
Probulov, 29 Kilometer
„Ach!.. Man möchte hier was inzwischen essen!“
Záhoří, Übernachtung
in Písek, 21 Kilometer
Ein altes Ehepaar in seinem Landgut, vor einem Schlösschen in Záhoøí.
Kostelec, Übernachtung in Hluboká
an Vltavou, 41 Kilometer
In der Nähe von der Ortschaft Albrechtice an Vltavou, wo ich gefrühstückt habe, ist so eine Kleinigkeit gewachsen.
České Budĕjovice, 23
Kilometer
Nicht ein Hund, sondern eine Katze bewacht das Gehöft in Lí¹nice.
In der Umgebung von Hluboká an Vltavou findet sich, sowohl der Bär, als auch der Storch.
Zlatá Koruna, 21 Kilometer
Rožmberk an Vltavou, 25 Kilometer
Da es regnete, machte ich auf dieser Strecke keine Fotos. Ich bediene mich mit den Bärchen aus der Prager Altstadt.
Studánky, 11 Kilometer
„Das Wirtshaus wird Rom genannt“ – taucht auf, und das ist Studánky.
Hellmonsödt, 20 Kilometer
Ein Cafe in einem Städtchen Hellmonsödt.
Linz, 14 Kilometer
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VIA NORICA
Der Weg nicht einmal als Via Norica benannt, der aus Lentia und Lauriacum nach Aquileia führte, wurde von den keltischen Stämmen und später von Römern benutzt und den eigenen Zwecken angepasst. Die ca. 20 bis 30 Km. voneinander entfernten Ortschaften machten damalig Etappenpunkte aus, in denen sich Post- und Zollämter befanden. Die nächste Eskapade ca. 500 Km wurde von mir genau aufgrund dieser Strecke abgesteckt. Also: aus Linz durch Wels Richtung vom Fluss Steyr und abwärts des darin mündeten Baches Teichl. Dann eine schwierige Strecke durch den Pyhrnpass zu den nächsten Engpass in der Nähe von Pöls und den Fluss Mur abwärts. Und aus dem Tal vom Fluss Glan zu den nächsten Fluss Gail und abwärts dessen, daraus mit einer Route, die abwärts Fella und Tagliamento verlief, Richtung Aquileia.
Meine
Wanderung begann ich selbstverständlich aus Linz, auf der Brücke, dadurch ich
vorher über die Donau „überquerte“. Zur Zeit des Bernsteinbeförderung machte der
Fluss eine natürliche Grenze zwischen barbarischen Ländern und dem Römischen
Reich aus.
Ich gehe durch die Stadt, und wie immer irre mich umher, ich komme sogar zu
einer Autobahnweiche. Ich werde nervös, weil ich an dem Tag ca. 30 Km Wanderung
plante und schon ein Hotel in Wels buchte, um weiter nicht gehen zu müssen.
Endlich hilft mir ein Radfahrer, indem er mir eine Landkarte vom Weg direkt nach
Wels skizziert..
Heutzutage gibt es keine Möglichkeit mehr, abwärts vom Flüsschen Traun zu wandern. Früher führte eine Bernsteinstraße in der Gegend und jetzt eine freie Wanderung ist von den zahlreichen Gebäuden und vom Straßen- und Bahnnetz gestört. Indem ich an einem heißen Tag wandere, freut mich, dass meine Straße an manchen Stellen repariert wird und es keinen Verkehr gibt oder der Weg durch kleinere Ortschaften verläuft.
Wels so wie die Hauptstadt Tschechen begrüßte mich mit Sonne. Aus der Stadt Linz, der damaligen Lentia, einer Militärwache, die den Übergang über Donau bewachte, führte ein Handelsweg nach Ovilava, heutzutage Wels. Die Ortschaft machte einen wichtigen Verkehrsknoten im nördlichen Teil des Königsreiches Noricum, u.a. geling bis hier der Salzweg.
Am nächsten Tag tröpfelt es und ich verzichte auf meinen Plan, eine römische Mauer in der Schubertstraße anzusehen. Ich wate nicht durch den Fluss, sondern gehe über eine Brücke und wie die Bernsteinkaufleute richte mich nach dem nördlichen Alpenvorfeld, indem ich die jetzige Römerstraße gehe. Aus Wels durch Voitsdorf nach Kirchdorf an der Krems und dann am Morgen nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg nach Micheldorf. Weiter abwärts vom Fluss Steyr und seinem Nebenfluss, dem Bach Teichl.
In der Landschaft vorherrschen die Agrargeländen, und der Weg nach Windischgarsten, wo ein Punkt Gabromagus lokalisiert wird, führt parallel zu einer Autobahn.
Ein paar Kilometer weiter werde ich wieder fertig gemacht, weil die Weg die ganze Zeit nach oben läuft. Und an der Spitze vom dem gewundenen Weg wartet auf mich der Pyhrnpass, und gleich danach Steiermark. Da das Wetter freundlich ist, erreiche ich Liezen sehr erschöpft.
Soolche Schuhe werden in Sankt Johann am Tauern hergestellt. Ein Schau des Lokalhandwerkes, zwischen Hohentauern und Möderbrugg, wo sich zur Zeit der Bernsteinbeförderung die römische Stelle Tatursanis befand.
Indem ich mich an Scheifling nähere, gehe ich die Römerstraße. Der Name der Straße ist gerade auf die Römerzeiten zurückzuführen, zu der Zeit befanden sich auf diesem Gebiet Verbindungen zwischen Raststätten und Zollstätten. Der Name kommt in vielen Städten vor. Die angetroffenen Menschen, mit denen ich sprach und nach der Bernsteinstraße fragte, kannten sich sehr gut darin aus und gaben mir gerne Auskunft.
Ein altes Museum in Scheifling.
Das Wetter ist freundlich, es ist heiß, die Ermüdung quält. In der Nähe vom Längsee stieß ich fast einen Radfahrer, in dem ich die Straße Fiming überquerte.
Aber.. wollen Sie ein Märchen… so ist es..auf der Strecke durch eine kleine Agrarortschaft erschien der Schloss Hochosterwitz.
Wo die zwei Ortschaften Zillersdorf und Zollfeld aneinander anliegen, kaufte ich mir ein Mineralwasser, einen Tee und Eis, um mich etwas zu verschnaufen.
Und einige hundert Meter weiter in Richtung Maria Saal wartet auf mich eine riesige Überraschung, wörtlich und im übertragenen Sinn. Mit den Bäumen verhüllt steht nämlich ein großer Steinthron der Kärtner Herzöge, der auf dem Gebiet des ehemaligen Virunum, der Hauptsadt der Provinz Noricum, gefunden wurde. Ich habe Lust, das Wort VIRUNUM laut zu rufen.
Im bergigen Österreich, durch die in den Tälern gelegenen Ortschaften, wo die Straßen manchmal sehr eng sind, fahren oft zu schnell große Lastkraftwagen. Das Missfallen der Einwohner weckt Proteste und wird oft in den Aufschriften an den Wegen widerspiegelt.
Ein Plakat, an einem der Häuser in Maria Saal.
Ich wandere nach Klagenfurt, um in einem Hotel Unterkunft zu finden und nach Internetcafes zu suchen. Es ergibt sich, dass es zwar zwei Cafes gibt, jedoch keinen Platz zur Übernachtung, weil es gerade eine Stadtveranstaltung stattfindet. Ich versuche, außer der Stadt zu übernachten. Voller Angst gelange ich zu Wölfnitz, gibt es für mich „Zimmer frei“ im Gasthof Wölfnitzerhof? Es gibt ein Zimmer, und weil es am Nachmittag begann, zu regnen, entschied ich mich, einen Tag Pause zu machen und an dem nächsten nach Klagenfurt mit dem Bus zu fahren.
Gut geratene und gleichzeitig dekorative Paprikaschötchen in der Theatergasse, in der Stadtmitte von Klagenfurt.
Aus dem Tal des
Flusses Glan, des heutigen Klagenfurt und seiner Umgebung führten zwei
Strecken. Eine, die ältere, basierte auf den Lokalwegen, und die andere,
die bequemere wurde von den Römern entlang dem Wörthersee gebaut. Ich
fühle mich auf dieser Strecke wie die Kaufleute, weil sich einen Beutel
mit Bernstein in meinem Rucksack trage. Und um den Asphaltweg nicht zu
gehen, wähle ich die feuchten Wald - und Bergstraßen.
Die Gegend ist aber
außergewöhnlich, weit von der Autobahn entfernt, gemalte Häuser und
dieser Bildstock mit Dachschindel in Arndorf.
So wie die Handelsroute führte, richte ich mich auch nach Westen, nach Villach.
Der Fluss Drau, den die Reisenden überquerten, um ins Stadtzentrum Santicum zu gelangen. Die Überquerungsstelle befand sich in der heutigen Widmanngasse, die in Italiener Straße geht und gemäß dem Namen aus Villach nach Italien führt.
Aus Warmbad führt in Richtung des Flusses Gail eine ehemalige Strecke mit den sichtbaren Spuren, die typisch für die keltischen Bergstraßen sind.
Stellen Sie sich jetzt einen im Gestein geschmiedeten Weg vor, den nur ein Wagen fahren konnte.
Nach einem Spaziergang einen ehemaligen Römerweg und am Rande vom Wald Oberfederaun wollte ich durch einen weiteren Wald gehen, aber die touristische Route endete mit einer bewachsenen Wiese. Durch Erfahrung gelehrt ging ich eine Asphaltstraße in Richtung Unterfederaun. Nach den Erlebnissen verbunden mit dem Suchen des Römerwegs und dem Waten bis zu den Knochen im Wasser unter einer Autobahn freute ich mich sehr, dass es im Städtchen Arnoldstein eine Unterkunft gibt. Am Morgen stellte sich heraus, dass die Ortschaft für einen Winterkurort gilt, ich ging nämlich in der Hauptstraße an vielen Kasinos vorbei.
Die westliche Stadtgrenze Arnoldstein.
Viele Eindrücke an dem Tag, darunter eine Grenze zwischen Österreich und Italien, wo ich auf meinen Rucksack unter das Wort „Bernsteinstraße” auch „Via Ambra” schreiben konnte. Auch die Tunnels nur für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen, aber der Lärm dort ist mit einem startendem Flugzeug vergleichbar, machten auf mich einen riesigen Eindruck. Und was hat meine größte Verwunderung hervorgerufen ?
An der österreichisch- italienischen Grenze ... Ein Friseursalon.
Das Wetter ist wunderschön in der Region Friuli-Venezia Giulia, so ich setze meine Wanderung bis zum Abend fort, indem ich noch in Pontebba nach einer Übernachtung suche.
Im Flusstal von Gail, den die Bernsteinkaufleute durchstreifte, breiten sich wie früher schöne Ansichten von Bergen aus. Und der heutige Weg Via Friuli führt in Richtung Tarvisio.
Flussabwärts Fiume Fella und Tagliamento, die zwischen den Karnischen und den Julischen Alpen laufen, gelinge ich zu Gemona del Friuli. In der Landschaft gibt es immer mehr Palmenblätter und Weinreben, und morgens in den Städtchen schwebt ein Kaffeegeruch in der Luft.

Gemona, ein Haus in via Bersaglio.
Immer näher von Aquileia aber auch setzt mir die Wanderung arg zu. Doch diese Geschöpfe aus Udine und ihre Schwatzhaftigkeit jagten meine Ermüdung und Stress an meinen knappen Geldvorräten für eine Weile weg.
Indem ich Aquileia erreichte, wo ,zur Zeit der Herrlichkeit von der Bernsteinstraße, Waren aus dem ganzen Gebiet des Mittelmeers befördert wurden, richte ich mich zu einem Gebiet des ehemaligen Hafens.


Entlang dem
ehemaligen Hafenkai einer der größten und reichsten Stadt im frühen
Römischen Reich Aquileia Romana führt eine Zypressenallee. Die
zwischen den Bäumen gestellten architektonischen Elemente machen einen
Eindruck, als ob sie in die Bäume eingeflochten würden und zusammen eine
integrale Gesamtheit ausmächten. Zu dem Hafen, der sich im östlichen
Stadtteil befand, an dem damals großen Fluss Natissa, führte auch der Weg, der rechts zu sehen ist.
Heutzutage läuft senkrecht dazu eine Asphaltstraße Via Giulia Augusta.
Ich gehe durch
Aquileia spazieren und beschenke die Bewohner mit dem Danziger Bernstein.
Und eine Überraschung in Form eines Tauschhandels, ich bekomme nämlich
auch kleine Geschenke, darunter ein auf dem Weg sehr wertvolles
Mineralwasser.

Aquileia
