Elbing, Archäologisches und Historisches Museum, 13.02.2007, Ausstellung der Fotografie



Nach dem Bernstein, dem Rohstoff, der an der Ostseeküste gefunden wird, und an
der Mittelmeerküste kaum zu treffen ist, wurde zuerst in Südeuropa gesucht. An
der Ostseeküste war er seit ein paar Jahrtausenden gekannt und genutzt, und die
Bernsteinsucher gründeten auf diesem Gebiet Saisonsiedlungen. Er wurde
anfänglich nach dem Frühlingsschneematsch auf den Inseln auf dem Gebiet von
Weichseldelta gefunden und von den hier angesiedelten Handwerkern an Ort und
Stelle verarbeitet. Der Handel mit dem Rohstoff entwickelte sich später und kam
nach Südeuropa.
Die
Kelten waren die ersten Bernsteinhändler, später die Griechen und erst dann die
Römer. In Polen, im Breslauer Stadtteil Partynice wurde ein Bernsteinspeicher
gefunden. Die entdeckte 1,5 Tonne des Steins stammte aus der Hälfte des I.
Jahrhunderts v. Chr.. Das Gebiet war zur damaligen Zeit eine Schutzburg, das keltische
Zentrum für Wirtschaft und Kulturleben, das von der Bevölkerung aus der ganzen
Umgegend mit ihren Gütern versehen wurde. In den Oppiden konnten sie ihre
Produkte gegen die aus den weit entfernten Provinzen stammenden Luxuswaren, wie
z.B.: Bernstein, austauschen.
Die
Siedlungen im Bereich von Weichseldelta standen im ständigen Kontakt mit der
Kultur des Römischen Reiches, die gerade damals aufblühte.
An dem Südrand von
dem Fluss Sorge (pl.
Dzierzgoñ),
Ende des XIX. Jahrhunderts wurden Fragmente von den sehr alten Holzbrücken
aufgefunden, die weit genug waren, damit zwei Wagen aneinander vorbeifahren
konnten. Die entsprechende Studie ergab, dass die eher nördlich verlaufende
Strecke des Trakts, die sich näher der damaligen Buchtlinie befand (in die der
Fluss Sorge direkt mündete), wurde von dem II. Jh. v. u. Z. bis zum II. Jh. u.Z.
sehr populär und oft von den Händlern benutzt. Von Zeit zu Zeit wurde der Weg
„repariert“, indem die Holzbohlen aufeinander aufgeschichtet und mit dem Sand
bestreut wurden, damit die Wagen ins Schleuder nicht kamen. Aus Rücksicht
darauf, dass ein Teil des Tales weiter und tiefer war, verlangte der Bau solcher
Investition, wie der Deich einen größeren Aufwand.

Der Schmuck, der damals aus Bernstein gemacht wurde, zeichnete sich durch sein Reichtum an Formen aus. Der Rohstoff wurde sehr sorgfältig ausgewählt und präzise abgeschliffen. In die prächtigen Kolliers, aus den Bernstein- und Glasperlen gemacht, wurden oft feine, subtile Gegenstände aus Metall eingeflochten. Die Vielfältigkeit und Reichtum der archäologischen Funden auf diesem Gebiet, wie z. B.: des vergoldeten und silbernen Schmucks, Haarklemmen oder Gegenstände für den Alltag aus ganz Europa, beweisen, dass das Siedlungszentrum ein Wirtschaftszentrum zur damaligen Zeit ausmachte.

Der Organisationschef des Archäologischen Jahrmarktes war der Archäologe Herr Leszek Zi±bka. Zu den alljährlichen Volksfesten kommen Vertreter der alten Handwerke zu Gast, die zeigen, wie früher verschiedene Gegenstände hergestellt wurden. Unter den anderen Attraktionen sind zweifellos die Ritterkämpfe an erster Stelle. Während meiner ersten Reise nahm ich mir sehr zu Herzen, dass ich nicht immer direkt auf der ehemaligen Bernsteinstraße marschieren konnte. Ich war nicht selten verloren oder musste meinen Weg ändern. Als ich in der Gegend von Kalisch war, wurden gerade in dem Archäologischen Reservaten in Zawodzie Vorbereitungen für ein Volksfest „Festmahl bei den Rittern“ getroffen. Im Zusammenhang damit, kam Herr Tadeusz Baranowski, der die Bernsteinstraße bestimmte. Es gelang mir, mit ihm zu sprechen. Ich erfuhr, dass die Bernsteinstraße auf verschiedenen Wegen führte, deswegen passierte den Kaufleuten auch manchmal, verloren zu werden. Wahrscheinlich leisteten ihnen Hilfe gegen Entgelt die Einheimischen als Führer durch den Wald. In der Nähe von Kalisch führte die Bernsteinstraße durch die Ortschaft Dêbe nach Kamieñ (Stein).

Was die Ausstellung betrifft, ist sie in Breslau dank der Leitung des Niederschlesischen Wojewodschaftsamt präsentiert. Wie Herr Demidziuk bemerkte, verbindet der Weg, auf dem die Käufer wanderten, viele Länder, viele weit voneinander entfernte Gebiete. Vielleicht deswegen fügte es sich aufs Beste, dass die Fotos die Halle vor der Passportabteilung des Niederschlesischen Wojewodschaftsamt schmückten.

In Wirrwitz (pl. Wierzbice) bei Breslau werden die Zäune "rund" gestellt.

Sicht aus der Brücke auf Thorn.

Das Museum der Reisenden
in dem historischen
Esken-Haus.

Indem man durch die Stadt spazieren geht, kann man Filutek treffen.
Das
Hauptthema der Veranstaltung war natürlich der Bernstein und alle Fragen damit
verbunden. In dem audiovisuellen Raum fand eine ganze Reihe der Vorträge statt.
Von dem Bernstein in der Archäologie und den ehemaligen Handelsstraßen erzählte
Prof Janusz Czebreszuk, und von seinen Ursprüngen und Inklusen – Frau Dr Joanna
Jaworska. Über Elbing, das alte Zentrum des Bernsteinhandels sprachen Mag.
Grzegorz Krauze und Mag.
Rafa³ Baranowski. Wenn Bernstein Schönheit bedeutet…- den Heilwert und
die kosmetischen Vorzüge des Steins besprach Mag. Angelika Bar³óg. In die Welt
der Kelten wurden die Zuhörer von Mag. Leszek Zi±bka und Mag. S³awomir Mi³ek
eingeführt, indem sie von den Funden in der Umgegend von Kalisch erzählten.
Die Forschungen, die in Jahren 2007 und 2008 in Jankowo II – Oszczywilk durchgeführt wurden, entdecken von uns eine neue noch unbekannte Geschichte der keltischen Besiedlung. Dort wurde eine Tonplatte zum Abgießen der Metallscheiben gefunden. Sie wurde in den 50er Jahren gefunden, und früher wurde sie mit einer Besiedlung der früheren Bronzezeit identifiziert. Zur Zeit wird es angenommen, dass es eine Form zum Abgießen der Scheiben für die keltischen Münzen. Die Ansicht wird bestätigt, sowohl durch die Funde der Münzen: einer goldenen und einer aus der Gold–Silber-Legierung von einer Nennwert 1/8 Stater (das römische Gewicht von Silber), als auch durch „Halbprodukte“ in Form von Blechelementen und geschnittenen golden-silbernen Draht von dem Gewicht, das den Münzen entsprach.

eine Form
Die Präsentation der Handwerke im Museumshof.
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Die
Schönheiten aus Bernstein, die Meeres- und Land- Bernsteinstraße darstellen. Die
wurden noch nach der Veranstaltung dank den Bernsteinliebhabern, der Familie
Popkiewicz aus Thorn dargestellt (Fot.: Boles³aw Panczenko).
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So wurden
die ankommenden Gäste willkommen.
Einer der
Vertreter der Organisatoren war Herr Marcin St±porek, der die Geschichte der
ehemaligen Bernsteinstraßen den Teilnehmern näher brachte.
Der
Bernstein, anders Succinit, wurde schon den antiken Mittelmeervölkern: den
Phöniziern, Griechen und Etruskern. Aus der Nordsee, unter anderem aus Jütland,
nach Süden wurde er die Elbe hinauf befördert. In der Hälfte des letzten
Jahrtausends v. Chr. wurde schon nach Italien Bernstein aus Ostseeküste
transportiert, der an den Kliffen des Samlands gewonnen und auf den Stränden der
Frischen Nehrung (pl. Mierzeja Wi¶lana) und der Kurischen Nehrung (pl. Mierzeja
Kuroñska) gesammelt wurde. Die keltischen Händler gelangen auf den heutigen
Danziger- Gdingener Ballungsgebiet, weil die anderen Strecken der Bernsteinküste
wegen der schwachen Entwicklung des Weichseldeltas nicht einfach zugänglich
waren. Die keltischen Ansiedlungen galten für Handwerken- und Handelsorte und
nach ihrer Größe zwischen den Burgen und den mittelalterlichen Städten standen.
Sie bildeten ein ganzes Netz von Straßen eines intensiven Handelsumtausches und
führten, unter anderem, durch heutiges Tschechen, die Gegend von Prag, bis an
die Oder- und Weichselmündung. Die Größe des damaligen Bernsteinumtausch
bezeugen die großen Mengen des Steins, die auf den Gebieten der damaligen
keltischen Ansiedlungen gefunden werden, z.B. in Breslau, in dem Stadtviertel
Partynice oder eine ganze Menge von Abfallprodukten und Halbprodukten in einem
Oppidum (eine Art der keltischen Burg von einem protostädtischen Charakter), in
Stare Hradisko in Mähren.
Die
wichtigste Auskunft über die Bernsteinstraße finden wir bei Plinius dem Älteren
(er lebte ca. 23 – 79) in seinem Werk „Naturalis historia” (de. Naturgeschichte).
Er wusste, dass die Bernsteinquelle die Nordozeanküste (d.h. Nordsee- und
Ostseeküste) ausmacht und die römische Provinz Pannonia von den Bewohnern
Barbaricum* damit versehen wurde. Das mit der Provinz benachbarte
norditalienische Volk der Veneter trug zu einer Verbreitung des Bernsteins unter
den Italienbewohnern bei. Plinius gibt an, dass die bernsteinreiche Küste 600
römischen Meilen (889 km) von Carnuntum entfernt sein sollte, einer Ortschaft am
Donau, an der Grenze von Pannonia und den barbarischen Ländern gelegen. Daraus
lässt es sich folgern, dass zur Zeit Plinius Carnuntum das Ort ausmachte, in dem
die Bernsteinstraße über die römischen Provinzen herausging und das Gebiet
Barbaricum betrat. Seine Meinung bestätigt Plinius, indem er eine Auskunft über
eine Reise des Ewiten (einen Bürger von Rom vom ritterlichen Stand) gibt, der
unter Herrschaft von Kaiser Nero nach Norden gelang, um eine große Menge an
Bernstein zurückzubringen. Diese beschriebene Expedition und zu diesem Anlass
veranstalteten Festspiele, während derer das ganze Amphitheater reich mit
Bernstein geschmückt wurde, verbreiteten unter den Römern „die Mode” an
Bernstein. Was wichtig zu sein scheint, besuchte der Römer die baltischen
Handelszentren, sowie die Bernsteinküste. Plinius wird von Tacitus (ca. 55-ca.
120) unterstützt, indem der Andere in einer Abhandlung „Germania” angibt, dass
die damaligen Einwohner des Samlands als die einzigen Bernstein aud den Stränden
und Untiefen sammeln, um ihn später den Kaufleuten zu verkaufen. Es war
angegeben, dass sie „sich über den Preis für Bernstein wundern”. Anfänglich
wurden die Geschäfte im Sitz der Estien gemacht, später konnten sie selbst
Succinit an die Handelsorten liefern, die sich auf den Gebieten ihrer Nachbarn
befanden, unter anderem nach Praust (pl. Pruszcz Gdañski), Marienburg (pl.
Malbork) und Ebling.
Was die Wege betrifft, auf denen mit den Waren nach Süden gewandert wurde, mangelte oft an sie auf dem Gebiet Barbaricum, deswegen wurden eher die Binnenwasserwege benutzt. Es gab eigentlich keine für Wagen speziell vorbereiteten Wege. Nur lokal konnte man solche Einrichtungen, wie Holz- Erdenstege treffen, die die Wanderung durch das sumpfige Tal der Sorge (pl. Dzierzgoñ) möglich machten. Da das Haupttier in der Antike nicht ein Pferd, sondern ein Ochse war, lohnte es sich viel mehr, Waren auf den Booten zu befördern. Erst nach der Donaulinie, in Carnuntum konnte Bernstein in die Wagen geladen werden und schon auf den sehr guten Schotterstraßen (nicht selten von den römischen Soldaten gebaut) durch Pannonia nach den Alpenpässen transportiert werden.
Aquileia (³ac.
Aguileia) war die größte Stadt an der nördlichen Adriaküste. Die Stadt galt als
wichtiger Verkehrsknotenpunkt, sowie Ausgangspunkt der römischen
wirtschaftlichen und politischen Expansion gegenüber die westlichen Alpenländer.
In der Stadt gab es sehr viele Werkstätte der Handwerker und Manufakturen, in
denen Ende des I. Jahrhunderts die Technik des Bernsteinschnitzens beherrscht
wurde. Der Stein wurde unbearbeitet aus der Ostseeküste befördert, um in
Aquileia in die Hände der Handwerker zu gelangen. Aus den kleinsten Elementen
wurden Anhängsel hergestellt. Zu den Gegenständen, die sich erhielten, gehören:
Schmuck (Halsketten, verschiedene Arten von Ringen, Anhängsel) und Schatullen zu
dessen Aufbewahren, aber auch der Toilettenzeug und Sachen für den täglichen
Bedarf, wie: Messerhefte, Spiegelrahmen und kleine Behälter für Kosmetika. Es
wurden auch kleine Gegenstände hergestellt, die: Blätter, Muscheln, Fische,
Laibe Brot oder Obst (Granatäpfel, Feigen, Datteln, Weintrauben) nachahmten.
Einige von denen, wie z.B. Bernsteinblätter, fungierten als Geschenke zum
Neujahr. Außerdem gibt es manche Überlieferungen über römische Frauen, die
Freude an kleine Bernsteinfiguren oder Succinitschollen hatten und sie immer bei
sich behielten, um sie in jeder Weile anfassen zu können.
Eine
interessante Gruppe der archäologischen Funde machen die Bernsteinspinnröcken
aus. Zu denen gehört das ganze Zeug mit Spinnen verbunden, das früher zu einer
der Haupthaushaltsaufgaben der Frauen gehörte. Bernstein eignete sich besonders
gut zu dessen Herstellung, weil dank seiner elektrostatischen Eigenschaften den
Spinnrocken (ein Bündel aus Wolle, Lein oder Hanf, das als Spinnenstoff diente)
anzog. Interessanter Sache wurden manchmal die in Italien aus Bernstein
hergestellten Spinnröcken nach Norden, auf die Gebiete der Bernsteinherkunft,
befördert. Das
bezeugen die Funde aus nördlichen Großpolen und Pommern.
*Barbaricum;
Die Grenzen
des Römischen Reiches wurden in dem I. und II. Jahrhundert an dem Rhein und Donau
stabilisiert. Die Völker, die außer den Grenzen lebten, die oft geringschätzig
als „barbarisch“ genannt wurden, weckten trotzdem Interesse der Römer. Die
römischen Kaufleute durchstreiften Barbaricum in der Suche nach verschiedenen
Waren und Rohstoffen. Kein Wunder, dass auch „Gold des Nordens“ ihre
Aufmerksamkeit fesselte. So wurden die Kontakte zwischen Italien und Ostseeküste
aufgenommen.
Das
Unterschreiben einer Erklärung an dem I. Forum der Städte von der
Bernsteinstraße.

Der
Stadtpräsident Danzig Pawe³ Adamowicz, und die Teilnehmer des Forums, vor dem
Erklärungsunterschreiben.

So sieht
die Urkunde umgeben von dem „Golden des Nordens” aus. Die Feder, mit der die
Urkunde unterschrieben wurde, wurde aus massivem Silber und Bernstein von einem
Juwelier Herren Ryszard Wycichowski handgearbeitet.
Ein
Spaziergang durch den Danziger Garten.

So ein Pressenlöwe schützt das Gebäude der Pommernzeitung Dziennik Ba³tycki.

Robert Pytlos, Koordinator des Stadtpräsidenten Danzig für Bernstein, in einem Gespräch mit den Kindern aus der Woiwodschaft Niederschlesien, im Bernsteinmuseum.

Danziger Milleniumbaum auf dem Kohlenmarkt.
• Danzig, das II. Forum der Städte der Bernsteinstraße, 20.05.2010, der Vortrag und Fotografieausstellung
Diesmal möchte ich anhand des Bernsteinpassports, der mir von der Danziger Stiftung herausgestellt wurde, ein paar Informationen über Bernstein und Bernsteinerzeugnisse angeben.
WAS IST SUCCINIT ?
Der Baltische Bernstein, auch Succinit genannt, ist ein fossiles Harz damaliger Nadelbäume vor mindestens 40 Millionen Jahren mit einem Gehalt von 3% bis 8% Bernsteinsäure. Genau damit unterscheidet sich Succinit von den, in der Natur über 100 identifizierten, fossilen Harzen. Der Naturbernstein aus Danzig zeichnet sich durch seinen Reichtum von Arten, Differenzierung von Farben und den Transparenzgrad aus. Er erwarb seine Eigenschaften, indem er auf den Dünen von den Sonnenstrahlen erwärmte, wegen Feuchtigkeitsänderungen und Oxydation im Sand verwitterte, oder unter dem Gletscherdruck gepresst wurde.
SCHMUCKSTEINE AUS BERNSTEIN;
- Der Baltische Naturbernstein (Succinit), der nur einer mechanischen Verarbeitung unterworfen wird (wie: Schleifen, Schneiden, Drehen, Polieren), ohne irgendwelche Änderungen seiner Natureigenschaften.
- Der Baltische Pressbernstein wird hergestellt, indem gereinigte Bernsteinbröckchen erwärmt und dann unter starkem Druck zusammengepresst werden.
Die Sachverständigen lassen zum Hervorheben oder zur Änderung der Naturfarbe vom Bernstein eine Anwendung der Folie oder Edelmetallblätter und den Farbgrund aus Emaillen zu, die im Schmuck mit dem Baltischen Bernstein (Succinit) angewendet werden.
- Der zusammengefügte Stein, der aus zwei oder mehreren Teilen des Natur- oder Pressbernsteins entsteht, die mit einem farblosen Bindestoff zusammengeklebt werden.
- Der Baltische Korrekturbernstein, in dem durch Variationen mit hohen Temperaturen und Druck sich nicht nur unterschiedliche Farbtöne, sondern auch klare und trübe Pressbernsteine herstellen lassen.
ABC DES KUNDEN – also…wie einen Bernstein kaufen ?
Wenn Sie schon einen konkreten Gegenstand für sich auswählten, sehen Sie sich ihn genau an, um zu prüfen, ob er komplett und unbeschädigt ist. Sehen Sie nach, ob der Produkt ein Warenzeichen und Beschauzeichen hat oder mit dem Probekennzeichen markiert wurde.
Fragen Sie immer nach der Art der Verarbeitung, der der gewünschte Bernstein im Schmuck unterworfen wurde.
Der grüne Bernstein kommt sehr selten in der Natur vor. Es lohnt sich einen Verkäufer danach zu fragen, auf welche Art und Weise die Farbe erworben wurde. Dunkelkirschrote („Kognakfarbe“) wird in der großen Temperatur erworben. Die Farben der Schmucksteine werden seit Jahrhunderten korrigiert, es wäre aber gut, wenn der Verkäufer uns darüber Bescheid sagt.
Vor dem Kauf eines Bernsteinschmuckes fragen Sie den Verkäufer nach dem Milieuzerifikat, der durch die Polnische Handelskammer für Bernstein oder durch den Internationalen Verein der Bersteinkäufer.
WORAN KANN MAN DEN BALTISCHEN BERNSTEIN ERKENNEN ?

ein Foto: http://www.deutsches-bernsteinmuseum.de/
Der Baltische Bernstein zeichnet sich durch einen charakteristischen Geruch aus, der einem Duft eines sakralen Weihrauches ähnlich ist. Man kann sehr einfach einen echten Bernstein erkennen, indem man eine glühende Nadelspitze an den Stein anlegt und einen harzig-aromatischen Geruch spürt oder ihn intensiv mit den Fingern reibt, wenn man mit einem Naturbernstein zu tun hat. Auf diese Weise lässt sich ein Geruch von Succinit von einem Kunstharz unterscheiden. Diese Methoden versagen aber bei einem Pressbernstein.
Wenn der Schmuck nur aus Bernstein gemacht ist, kann man ein Solenverfahren anwenden, weil Kunstharze in einem sehr gesalzenen Wasser untergehen, und der Bernstein auf dem Wasser schwimmt.
Zur Identifizierung eines Bernsteins kann man auch seine sehr schwache Lösbarkeit in den organischen Lösungsmitteln ausnutzen (es ist relativ einfach, Succinit von einem Kopalharz zu unterscheiden).
Die glaubwürdigsten Ergebnisse kann man aber mit Laborverfahren bekommen. Das einfachste und bei den großen Mengen des Rohstoffes oder wertvollen Gegenständen meistens angewendete Verfahren ist Infrarotspektroskopie. Anhand solcher Messungen lässt sich nicht nur den Baltischen Bernstein, sondern auch andere Natur- und Kunstharze zu erkennen.
IMITATEN DES BALTISCHEN BERNSTEINS
Imitat ist ein Rohstoff, Halberzeugnis oder Produkt, der als Succinit verkauft wird. Er wird aber aus einem billigeren Ersatzstoff gemacht, der dem Original ähnlich aussieht, aber andere chemische und physische Eigenschaften hat.
Es lässt sich zwei Hauptgruppen der Imitaten unterscheiden: die Natur- und Kunststoffe.
Als Naturstoffe kommen Kopalharze aus den anderen Regionen der Welt vor, die auch unter dem Begriff: „Bernsteine“ zu finden sind. Kein von diesen Stoffen ist aber ein Succinit, also wenn sie entsprechend nicht gekennzeichnet sind, können sie als Imitaten gehalten werden. Auch Kunststoffe sind Imitate, wenn sie als Succinit oder anderes Naturharz verkauft werden. Dazu gehören solche Stoffe, wie: Glas, Celluloid, Polyester oder Phenolharze. Zu den Imitaten werden auch gezählt: ein Pressbernstein mit einem Zuschlag von plastischen Massen oder Kopalharzen, oder Bernsteinbröckchen, die in den Natur- oder Kunstharzen eingeschmolzen sind.
Etwas neckisch zeige ich hier ein Fot, das in der Ausstellung nicht erschien. Es scheint mir aber ein kleiner Wunsch jedes Wanderers zu sein, so eine Bank im Schatten unterwegs zu finden, so wie diese in Töplach.